Welche Frisur passt zu mir?

Die Frisur rundet jeden Look ab. Egal, ob lässig und frech oder elegant und mondän, sie unterstreicht jeden persönlichen Auftritt und will dementsprechend auch gehegt und gepflegt werden. Allerhand Stylingprodukte, Bürsten, Glätteisen, Lockenwickler und Fön sind dabei die täglichen Begleiter zum perfekten Styling der Haare. Doch bevor man sich für einen neuen Schnitt entscheidet, sollte man sich auf jeden Fall die Frage stellen: „Welche Frisur passt zu mir?“.


Denn nicht jeder Haarschnitt steht jeder Gesichtsform, im Gegenteil, einige Schnitte heben bestimmte Merkmale unvorteilhaft hervor. So sollten sich zum Beispiel Damen mit rundlichen Gesichtern und ein paar Kilos mehr auf den Rippen gegen sehr lange und sehr glatte Frisuren entscheiden, da diese das Gesamtbild drücken und die betreffende Person schnell gedrungen wirken lassen.

Natürlich berät der Friseur auch immer typgerecht und gibt die passenden Stylingtipps. Damit man jedoch auch mit eigenen Vorstellungen zum Friseur gehen kann, kann man im Internet kostenlos einen Test machen, der anhand der verschiedenen Angaben die passenden Frisuren für jeden Typ vorschlägt. Auch das ein oder andere Foto verschiedener aktueller und angesagter Frisuren kann dazu beitragen, sich den Stylingwunsch schon einmal vor Augen zu führen.

Bei einigen Websites hat man sogar die Möglichkeit, ein Foto von sich selbst kostenlos hochzuladen und so einen Test durchzuführen, ob die betreffende Frisur auch zum eigenen Typ passt. Für alle Unentschlossenen gibt es hier zudem eine Übersicht über die verschiedenen Gesichtsformen und die passenden Schnitte.

Ovale Gesichtsform

Menschen mit einer ovalen Gesichtsform werden oft beneidet, denn sie verfügen sozusagen über „das perfekte Gesicht“. Länge und Breite des Gesichts stehen in einem optimalen Verhältnis zueinander. So kommt es, dass Menschen mit ovalen Gesichtern auch nahezu jede Frisur tragen können.

Sowohl lange und glatte Frisuren mit Mittelscheitel, als auch sehr voluminöse und durchgestufte Schnitte, Bobs oder auch kurze fransige und sehr freche Schnitte können vom ovalen Gesicht problemlos getragen werden.

Kantige Gesichtsform

Die kantige, oder auch viereckige Gesichtsform wirkt durch ihre breite Stirn und ihr breites Kinn häufig sehr harsch. Schmale Gesichter wirken dabei eher rechteckig, breitere Gesichter eher quadratisch. Generell muss bei sehr kantigen Gesichtern in den Frisuren auf weiche Linien geachtet werden, die das gesamte Gesicht weicher wirken lassen und so die Ecken und Kanten ausgleichen.

Breite Gesichter dieser Form sollten dabei auf mittellange Frisuren mit viel Volumen am Oberkopf und weniger Volumen in den seitlichen Längenpartien achten. Asymmetrische und seitlich getragene Ponys sowie nach innen geföhnte, leichte Wellen in Wangen- und Kinnpartie lassen Frisur und Gesicht sehr weich und feminin wirken.

Schmale, kantige Gesichter hingegen können auf mittellange Locken setzen, die die Gesichtszüge nicht nur weicher erscheinen lassen, sondern dem gesamten Antlitz auch ein wenig mehr Fülle verleihen.

Dreieckige Gesichtsform

Von dreieckigen Gesichtern spricht man dann, wenn die Stirn deutlich schmäler als die Kinnpartie ist. Bei einer solchen Form sollte man darauf achten, sie mit einem pfiffigen Haarschnitt auszugleichen. Ein sehr kurzer, voluminöser und stark angeschrägter Bob erfüllt diese Funktion zum Beispiel. Generell sollte man auf kurze Frisuren setzen, die mittels Volumen oder auch Locken eine harmonischere Gesichtsform erzeugen.

Herzförmige Gesichter

Bei herzförmigen Gesichtern spricht man auch vom umgedrehten Dreieck. Hier sind Stirnpartien breiter als die Kinnpartien, also muss die Gesichtsform durch eine Fokussierung und eine Blicklenkung in Richtung Kinn ausgeglichen werden, um sie harmonisch zu gestalten. Bei einer solchen Gesichtsform eignen sich mittellange Frisuren mit Fransen, die am Kinn oder in der Mitte des Hals enden, besonders gut.

Ein Pony sollte in jedem Fall vorhanden sein, egal ob es gerade oder seitlich geschnitten wird, um so die breite Stirn ein wenig zu kaschieren. Leichte Wellen oder Locken, die sich nur auf Kinnhöhe befinden, können die Gesichtsform ausgleichen. Eine Frisur im Stil der 20er Jahre, bei der der Ansatz sehr glatt ist und die Locken erst in die Längen eingedreht werden, steht dieser Gesichtsform besonders gut.

Runde Gesichtsform

Bei runden Gesichtsformen ist das Gesicht fast so breit wie lang. Ecken und Kanten findet man kaum bei dieser Form, dabei jedoch volle Wangen. Um das Gesicht optisch zu strecken sollte man auf einen gestuften Schnitt achten, die einzelnen Strähnen dürfen dabei ruhig in Stirn und Wangen fallen.

Die Seiten und Längen sollten dabei jedoch sehr glatt und wenig voluminös ausfallen, während der Oberkopf sich durchaus durch großes Volumen auszeichnen sollte – denn gerade das sorgt für die optische Streckung.

Merkmale, um die Gesichtsform zu bestimmen

Wer sich noch unsicher ist, welcher Gesichtsform er sich selbst zuordnen soll, weil Merkmale verschiedener Typen auf das eigenen Gesicht zutreffen, für den gibt es einige Anhaltspunkte, die für die passende Frisur ausschlaggebend sind. So wird die Grundform ausgehend von Länge und Breite des Gesichts ermittelt. Nur die äußere Kontur bestimmt zunächst die grobe Gesichtsform. Anschließend werden auch Stirn- und Kinnlinie zueinander in Relation gesetzt – sind sie gleich breit, oder ist eine breiter als die andere?

Schließlich beziehen Friseure auch den Abstand der Augen zueinander (eng beinander oder weit auseinander liegend?) sowie die Form der Wangenknochen (markant oder eher unscheinbar?) mit in die Analyse ein, ehe sie sich auf passende Frisuren festlegen.